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Reisebericht von unserer Regio- Ausfahrt- Ausfahrt “goldener Oktober in Südtirol” vom 11.10. bis 18.10.2020

In diesem Jahr war es die dritte Regionale Ausfahrt, die uns nach Südtirol, meiner zweiten Heimat, führte. Es sollte eine Woche in die Region um Kastelruth, Seis, Völs und Villanders gehen. Ja, der vermeintlich “goldene Oktober” ist meist die Gelegenheit für ein paar schöne Tage in Südtirol. Wenn sich die Landschaft in ihrem buntesten Kleid präsentiert und die goldene Herbstsonne ihre warmen Strahlen schickt, ist die ideale Zeit für herbstliche Wanderungen in dieser Region… Unser erstes Ziel war Kastelruth, die Heimat der bekannten Volksmusiker “Kastelruther Spatzen”. An der Sportalm fanden wir für 3 Tage einen schönen Stellplatz. Von hier aus unternahmen wir ein paar schöne Wanderungen wie z.B. auf die Marinzen- Hütte, die Aussicht von hier oben ist sehr schön und man hat einen herrlichen Panoramablick auf die Dolomiten und das Schlerngebiet.

 

Nicht weit entfernt, über das wunderschöne Bergdorf Seis, erreichen wir die Auffahrt zum großen Parkplatz des “Völser Weiers”, einem sehr schönen Bergsee. Hier ist der Startpunkt für zahlreiche Wanderungen. Unser Weg führte rauf auf die ca. 1300 Meter hoch gelegene, urige Tuffalm. Diese Alm wurde vor ein paar Jahren als schönste Alm Italiens ausgezeichnet. Wir genossen hier oben herrliche Stunden bei strahlender und wärmender Sonne diese Alm- Atmosphäre mit einer traumhaften Aussicht..   

Sepp, der Wirt von der Tuff- Alm betreibt mit seiner besseren Hälfte Rosalinde auch das urige Bauernhof- Restaurant “Pitschlmann”, idyllisch, romantisch und auch ruhig unterhalb des Peterbühls in Völs am Schlern im Seiser Alm Gebiet gelegen. Über eine schmale und kurvenreiche Bergstraße erreichen wir den Parkplatz umgeben von Obst- und Weingärten. In einer der gemütlichen Stuben fanden wir Platz um uns mit 14 Freunden zum gemeinsamen “Törggelen” zu treffen. Bis spät am Abend saßen wir in recht fröhlicher Runde zusammen. 

Nach einer sehr ruhigen Nacht verliesen wir gemeinsam das “Schlerngebiet” um auf die andere Seite des Eisacktals zu fahren. Die kurvige Bergstraße hinunter ins Tal bis Klausen und gleich wieder über Villanders die kurvenreiche Bergstrecke hoch bis auf ca. 1800 Meter zur Villander Alm. Dieses Almgebiet ist eines der größten Hochalmen in Europa und liegt im Herzen Südtirols. Hier oben befindet sich ein einmaliges Wandergebiet, das von satten Almwiesen, Mooren, Seen und grasbewachsenen Bergkuppen gekennzeichnet ist. Etwas besonderes ist der weite Fernblick zum langgestreckten Dolomitenpanorama. Wir wählten eine sehr schöne aber auch etwas abenteuerliche Wanderung entlang des Latschenkieferweg’s. Teils schon im tieferen Schnee, über weite Almwiesen und immer der Duft der Latschenkiefer in unserer Nase…es war einfach schön hier oben. 

Am letzten Tag dieser Regio- Tour machten wir noch einen Abstecher für die Planung einer der nächsten RMF- Ausfahrten. Über Brixen und Bruneck im Pustertal, erreichten wir “Rein in Taufers” ein schönes, auf 1600 Meter hoch gelegenes Bergdorf im Taufener Ahrtal, am Fuße des 3436 Meter hohen Hochgall, dem höchsten Berg der Rieserferner Gruppe. An einem uns bekannten Stellplatz parkten wir und machten uns sogleich auf den Weg, einen alten Bekannten, den Wirt der Jausenstation Angerer, zu besuchen. Eine wildromantische Gegend, die viel Wandermöglichkeiten zu bieten hat. Noch ein Abstecher zum bekannten Naturschauspiel, der Reiner Wasserfälle…. erneut sehr beeindruckend….

Fazit dieser Regionalen Ausfahrt…Südtirol ist gerade im Herbst ein lohnenswertes Reiseziel. Noch dazu, wenn das Wetter mit spielt. Die Menschen, die Natur sowie die Berge und Täler mit Ihren Flüssen und Seen… es gibt auch denen, die schon oft hier waren, immer wieder neue Eindrücke und Erlebnisse…..Für alle die dabei waren wieder eine schöne Woche, wie immer nach dem Motto..     

 

Ricci Ott

 Reisebericht von einem Regionalen RMF Clubtreffen in “Allmersbach im Tal” vom 19.09. bis 23.09.20
Auf  Initiative von unserem Franz und Marta trafen sich 3 Wohnmobil- Einheiten für ein paar Tage am Rande des “Schwäbischen Waldes”

Allmersbach im Tal liegt in ca. 300 Meter Höhe am Rande des Schwäbischen Waldes, in der Backnanger Bucht, östlich von Stuttgart. Umrahmt von bewaldeten Hängen laden hier kilometerlange Wanderwege zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Dort wo früher der “Schinderhannes” sein Unwesen trieb, kann man heute auf sehr gut ausgebauten Fahrrad- und Wanderwegen die Natur genießen. Von Winnenden weiter über die schönen Weinberge an der Rems entlang und zurück über das “Korber Köpfle” bei traumhafter Aussicht…Seit 2016 hat die Gemeinde der Ortschaft einen sehr schönen Sport- Erlebnis Park mit Wohnmobil- Stellplatz errichtet. Zwischen grünen Wiesen und naturbelassen Streuobstbäumen liegt der Platz verkehrsgünstig entlang der L 1080, bietet allen Komfort und ist dazu noch sehr preisgünstig. Wir waren zwar nur eine kleine Gruppe, fühlten uns aber hier pudelwohl untergebracht. Im gemütlich und geräumiges Platz- Restaurant kann man sehr gut essen aber auch nur ein Bierchen trinken…

Ricci Ott

 

Reisebericht von unserer Spätsommer Tour ins “Ammerland” an der Deutschen Nordseeküste vom 22.08. bis 10.09.2020

Moin, Moin....ist das Grußwort von morgens bis abends hier oben in Ostfriesland, an der deutschen Nordsee- Küste.
Egal ob am morgen, mittags oder abends, man grüsst sich zu jeder Tageszeit mit diesem freundlichen “Moin”. Das passt eigentlich immer, denn damit wünschen sich die Ostfriesen einen “schönen Tag”…
Nordsee, Binnenseen und Fehnkanäle. Wasser ist in Ostfriesland einfach das prägende Element. Die Deiche und die Dünen sind schon die höchsten Erhebungen, dazu kommt dieser schier endlos weite Himmel…
Auch das Wetter ist in Ostfriesland besonders. Der Wechsel kommt manchmal schneller als man denkt. Eben noch eine frische Brise und schon kurz danach kitzeln wärmende Sonnenstrahlen das Gesicht. Eine Besonderheit ist das Wattenmeer. An der Nordsee, mit seinen sieben Ostfriesischen Inseln und den malerischen Küsten- und Siel- Orten, wird das Wattenmeer aufgrund der Gezeiten zu einem einmaligen Naturschauspiel- mal kraftvolle Wellen, mal glitzerndes Watt mit einer faszinierenden Flora und Fauna. Wir genossen die kilometerlangen Strände, die frische Nordseeluft, die Salzwiesen sowie die breiten Dünengürtel… 

Über Hammelburg und Paderborn erreichten die meisten Teilnehmer unseren ersten Stellplatz in Leer. Auf dem sehr großzügig angelegten CP Marina, direkt an der Ems gelegen, parkten wir unsere insgesamt 13 Wohnmobile mit 24 Teilnehmern, darunter 4 Gäste Teams, ein. Von hier aus unternahmen wir eine schöne Radl- Tour. Die “Dollart- Runde” führte uns meist immer der Ems entlang. Am Montag den 24.08. feierte unser Gert seinen 72igsten Geburtstag. Als unser Clubkoch servierte er uns eine Spezialität aus seiner Heimat…”Schwäbische Maultaschen” mit Kartoffelsalat. Als “Dankeschön” überraschten wir unseren Jubilar mit einer Alphorn Bläserin aus der Schweiz………….
Tagsüber besuchten wir das Zentrum von Leer, unternahmen eine spannende Schifffahrt durch den Leeraner Freizeit-, Handels- und Industriehafen mit der “Koralle” und erlebten eine ostfriesische Teezeremonie in der alten Teestube, direkt am Hafen.

 

 

 

 

 

 

 

Das nächste Reiseziel war das “Südbrookmer- Land”. Auf dem Wohnmobilhafen “zum großen Meer” bezogen wir für 3 Tage unser Quartier. Das große Meer ist ein natürlich entstandener Niedermoorsee und liegt zwischen Aurich und Emden. Der See ist mit seiner Wasserfläche von ca. 300 Hektar der viert größte See in Niedersachsen. Hier befindet sich ein herrliches Natur- und Wassersportparadies. Zahlreiche Wander- und Radwege locken die Touristen zu Unternehmungen. Leider erwischten wir hier überwiegend eine schlecht Wetter Front, sodass unsere Aktivitäten weitgehend eingeschränkt blieben. Wir trotzten aber Sturm und Regen, unternahmen Wanderungen am See, ja sogar eine Radltour bis nach Emden schafften wir schadlos. Emden hat einen  sehr schönen Stadtkern mit einem sehenswerten Hafen und zahlreichen Fischbuden. So ein leckeres Fischbrötchen ist schon ein Genuss und musste schon täglich sein. Wieder zurück auf unserem Platz organisierten wir die Vorbereitungen für die Club- Aufnahme von Christa und Rolf mit Ihrem Ciko.. In den Räumlichkeiten des CP servierten die beiden Thüringer Bratwürste und ein gutes Bier aus einem automatisch gekühlten Fränkischen Bierfass.

 

 

 

 

 

 

 

Am Freitag den 28.08. startete unser Konvoi Richtung Norden direkt ans Meer am Dornumer- Siel. Pünktlich um 15 Uhr konnten wir unsere reservierten Stellplätze auf dem weitläufigen CP einnehmen. Tags darauf machten wir unsere erste Radl Tour, immer auf dem Deich entlang bis nach Neßmer- Siel. Dort wurden wir bereits von unserer Wattfrau Martina erwartet. Zwei Stunden führte uns Martina durch Schlick- und Muschelfelder. Besonders angetan hatten es uns aber die prachtvollen Wattwürmer, die sich sehr tief im Schlick versteckten…Es war aber schon eine Menge Kondition gefragt, um durch das knöcheltiefe Schlick zwischen Ebbe und Flut barfuß zu wandern. Über das Umland dieser schönen Gegend, vorbei an zahlreichen mit Klinkersteinen gemauerten und mit Stroh bedeckten großen Bauernhöfe kehrten wir wieder zurück. Die nächste Fahrrad Tour führte in östliche Richtung, vorbei an Benser- Siel bis nach Neuharlinger- Siel. Mittagspause natürlich wieder an einer gemütlichen Fischbude. Über den kleinen Ort Esens führte uns der Weg zurück zum CP.

 

 

 

 

 

 

 

Am Montag den 31.08. steuerten wir unseren letzten Zielhafen hier oben an der Nordsee- Küste an. Nachdem wir unterwegs unseren Proviant in einem Einkaufszentrum wieder aufgefüllt hatten, trafen wir schließlich so gegen 14 Uhr ganz entspannt auf dem wunderschönen CP in Harlesiel ein. Der sehr freundliche Platzwart hatte extra für uns eine schöne Wiese freigehalten und jeder konnte sich ein schönes Plätzchen aussuchen. Eine Überraschung gleich am Eingang nach der Schranke.. unser Vorstand Verwaltung Karl aus Hemmingen war mit seiner Christl angereist um ein paar Tage bei uns zu sein. Natürlich hatten Sie uns ein Geschenk in flüssiger Form mitgebracht. Damit war natürlich der Rest des Tages gesichert und wir saßen noch bis spät am Lagerfeuer…Das Radfahren ist natürlich hier im Wangerland eine wunderbare Freizeit- Beschäftigung. Sind es die gut ausgebauten Radwege, die durch die idyllische Landschaft mit den urigen Gehöften und Restaurants  führen, ja so schaffte man dann schnell mal 50 bis 70 Kilometer am Stück. Einen weiteren Abend verbrachten wir am Platz in einem schönen, großen Fischrestaurant, alle Speisen  waren sehr gut und auch günstig. Ein absolutes “Muss” ist natürlich eine Wanderung zwischen Harlesiel und Carolinensiel. Vorbei an zahlreichen urigen Restaurants und Cafes, alten historischen Schiffen und Gebäuden. Auch unsere Damen waren begeistert, sie konnten sich in der Shopping- Meile austoben und so manch schönes Stück erwerben. Am letzten Abend wurde unsere Clubküche  aktiv und servierte uns allen leckere Grillspezialitäten. Dazu gesellen sich noch unsere Freunde Mia und Wolfgang aus Neuburg…….

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir die Nordsee- Küste verlassen hatten, führte uns unser Navi zum Friesland Camping nach Schortens. In und um diese historische Kleinstadt gibt es eine Menge Kultur zum Anfassen, wie z.B. zahlreiche Kirchen- die aus 1746 stammende Accumer Mühle, die noch heute aktiv betrieben wird-  den schönen Klosterpark mit seinen uralten Baumbestand- sowie eine alte Gattersäge die wir besuchten, daneben das “alte Forsthaus” , Kaffee und Kuchen lockten zum verweilen.. Auf den gut ausgebauten Radwegen gelangt man zur Bierstadt “Jever” mit einem schönen Marktplatz…. Zurück am CP, hier befindet sich auch ein schöner, großer Badesee. Am späteren Nachmittage durften wir noch das neue Wohnmobil von Maria und Wilhelm mit unserem Club-Logo bekleben dazu spendierten beide einen Umtrunk. Am nächsten Morgen machten sich 16 Radfahrer auf und radelten ca. 40km bis nach Wilhelmshaven. Diese Stadt ist heute der größte Deutsche Bundeswehr- Marine Standort. Leider machte uns ein Regenschauer einen Strich durch die Rechnung und wir konnten nicht all zuviel besichtigen.
 

 

 

 

 

So langsam erreichten wir die letzten Tage unserer Ammerland Ausfahrt. Am Sonntag den 06.09. so gegen 13 Uhr rollten wir auf den schönen Natur belassenen CP “Königsee”. Auch hier war es uns möglich, uns zu einer großen Wagenburg zu platzieren. Am Nachmittag spielten wir noch ein Boule- Turnier… Inge und Herbert organisierten noch einen Aperitif für alle.. später wurde nochmals die Clubküche aktiv. Zum Abschluss noch zwei längere Radl- Touren..
entlang am Jadebusen- vorbei an Dongast und Varel, sowie über das Moorgebiet von Lengene Meer/Stapeler Moor, weiter über das Neuenburger Baasenmeer und dem Halsbecker Moor. Diese sehr schöne Tour führte uns vorbei an zahlreichen Bauern- und Gutshöfen, kleinen idyllischen Orten mit den hier landesüblichen Klinker- Häusern. Unterwegs zur Stärkung immer wieder mal ein Fischbrötchen und so schafften wir für diese 2 Touren schon mal fast 100 Kilometer…eine feine Leistung und ich war sehr stolz auf meine Gruppe…
Am nächsten Tag fuhren alle so nach und nach ihrer Heimat entgegen…  Das Fazit…:
Ammerland… das ist einfach ankommen- tief Luft holen- und genießen….es waren wunderschöne, stressfreie Tage im grünen Ostfriesland am Puls der Natur. Radfahren, Wandern und die Kultur hautnah erleben, bummeln und shoppen in den gemütlichen, historischen Gassen und Geschäften. Dazu eine gute Küche und auch Restaurants.. Herz was willst du mehr… Ob schön ausspannen, die Seele baumeln lassen oder aktiv erleben….es war schön im “grünen Ostfriesland” an der deutschen Nordsee. 
Allen Freunden, die uns auf dieser Reise im touristischen und kulinarischen Bereich unterstützt haben, sage ich ein herzliches Dankeschön. Zu guter letzt wurde unserem Team der Clubküche, Gert mit seiner Ute ein Stern für den besten Clubkoch von allen Teilnehmern verliehen..

 

 

 

 

 

 

 

 

bleibt bitte alle Gesund, euer Ricci

 

 

 

 Bericht von einer RMF- Regio Tour ” Romantisches Franken” vom Naturpark Frankenhöhe zur Romantischen Strasse 15.07 bis 20.07.2020

 

Auf Initiative eines Mitglieds machten wir einen Kurz- Trip ins Frankenland. Dort befinden sich um die Gegend von Schillingsfürst 4 sehr schöne und sehr gut ausgeschilderte Radtouren. Diese Touren, genannt “Rad-Schmetterling” bestehen aus 4 farblich unterschiedlich ausgeschilderten  Radwegen mit einer Streckenlänge von 50- 70 Kilometer Länge. Südlich von Rothenburg ob der Tauber, führen die komplett neu ausgeschilderten Strecken durch die wellige und hügelige Landschaft des Naturparks Frankenhöhe und verbinden gleichzeitig die zwei Bundesländer Bayern und Baden- Württemberg miteinander…

Die gesamte Region ist von einem ausgeschilderten Netz an Radtouren durchzogen, so dass sich zusätzlich zu den “Schmetterlingsflügeln” auch sehr leicht andere Kombinationen und Abkürzungen fahren lassen.
Die vier Touren sind nach unterschiedlichen, farbigen Schmetterlingsflügel benannt und auch so ausgeschildert.
Der lila- Flügel führt über Insingen, Diebach, Rothenburg o.d.T., Schrozberg, Blaufelden und Rot am See..
Der blaue- Flügel hat die Strecke von Rothenburg o.d.T., Neusitz, Windelsbach, Colmberg, Buch im Wald, Insingen, Diebach und Gebsattel…
Der grüne- Flügel startet in Schillingsfürst, weiter nach Wörnitz und Schnelldorf, Wallhausen und Wettringen… 
Der rote- Flügel schlängelt sich von Schillingsfürst aus nach Leutershausen, Aurach, Dombühl und über Wörnitz…
Selbstverständlich kann man von allen Orten dieser Region in diese sehr schönen Radtouren einsteigen bzw. starten.

Nach Bewältigung dieser 4 Touren hatten wir immerhin eine Gesamtstrecke von 270 Kilometer zurückgelegt…..
Diese RMF- Regio Tour war die erste Ausfahrt nach unserem neuen Touristik Reiseprogramm. RMF- Regio bedeutet, dass kleinere Regionale Gruppen ohne große Planungen in eigener Regie in Ihrer jeweiligen Heimat und Umgebung Ausfahrten den Mitgliedern  anbieten und auch durchführen.
Als Verantwortlicher der RMF- Touristik war ich sehr beeindruckt und begeistert über die Organisation dieser Ausfahrt…
Ein herzliches Dankeschön an Inge und Herbert…      immer nach dem Motto….

euer Ricci Ott

 

Bericht von unserer Frühlings- Ausfahrt in den Bergwinkel, einer osthessischen Region  vom 01.06. bis 09.06.2020

Das Osthessische Bergland, die Gegend um den Vogelsberg, zwischen Rhön und Werratal in Hessen, befindet sich das größte zusammenhängende Basaltmassiv Europas und mit 2500 km2 das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas zugleich…..Sanfte Berge und Täler, kleine Flüsse und seine schützenswerte Tier und Pflanzenwelt, Fachwerk Orte, mittelalterliche Stadtbilder, Schlösser und Burgen, sind sehr schöne Ausflugsziele…
Am Montag den 01.06.20 versammelten sich unsere 14 Wohnmobil- Einheiten auf dem schönen, naturbelassenen Campingplatz am Nieder- Mooser- See in Freiensteinau…alle zusammen fanden auf der Clubwiese, direkt am See ihren Platz. Natürlich unter Einhalten der derzeitigen Sicherheitsbestimmungen. Nach der allgemeinen Begrüßung servierte der Service des Camping Restaurant für jeden eine leckere Pizza zur Begrüßung und es wurde noch eie lustige Abendrunde….
Tags darauf starteten wir unsere erste Radl- Tour. 25 km über Wiesen, Felder und kühlen Waldwanderwegen, eine schöne Einstiegs- Tour, die dem ein oder anderen schon einiges abverlangte. Am Nachmittag dann noch gleich eine Seen Wanderung um den Unter- und Obersee. Am frühen Abend wurden dann mit allen Ehren durch unseren Vorstand Verwaltung Karl, die neuen Mitglieder Ute und Gerd aus Schwäbisch- Gmünd in die RMF- Familie aufgenommen. Anschließend wurden alle zu einem schmackhaften Abendessen eingeladen. Der Tag klang aus am schöner Lagerfeuer………..

Heute wollten wir es aber schon wissen und so fuhren wir rund 50 km eine schon etwas anspruchsvollere Tour. Immerhin 17 Radler folgen meinen Spuren rund um den Vogelsberg. Eine Pause machten wir in Herbstein bei “Sandy’s Pizzeria” . Den Rest der Strecke legten wir auf einer stillgelegten Bahnstrecke zurück….

Donnerstag 04.06. Heute am Vormittag eine kleine Regenpause, die Drahtesel wurden in die Wohnmobile verstaut, anschließend Einkaufen für die Clubküche. Den Nachmittag verbrachten wir mit spannenden Boule- Spielen. Am späteren Nachmittag hatte unser Clubkoch Gerd mit seiner Ute ein feines Spagetti Gericht, dazu sehr leckeren Nachtisch, zubereitet. Das Wetter wollte nicht so wie wir, so mussten wir alle in unseren Fahrzeugen speisen.

 

 Am Freitag Vormittag wechselten wir den Stellplatz und fuhren die 25 km bis nach Gedern. Am schön gelegenen CP am Gederner See durften wir wieder auf einer sehr naturbelassenen Wiese einparken. Sogar einige Waschbären tummelten sich hier um den See. Unterwegs noch kurz die Vorräte aufgefüllt, bevor wir uns am Nachmittag auf die Mini- Golfbahn wagten. Leidenschaftlich versuchte jeder, den Golfball mit möglichst wenig Schlägen in die dafür vorgesehenen Löcher zu bringen. Anschließend fand die Siegerehrung statt. Durch das eher feuchte Wetter bedingt, verbrachten wir die Abendstunden in den Fahrzeugen.

Am Samstag hatten wir wieder herrliches Wander- Wetter und so marschierten wir rund 3 Stunden den “Rundweg Wildfrauhaus” entlang. Der Weg führte uns durch den Ort Gedern, am Schloss vorbei zum Aussichtspunkt in luftiger Höhe und wieder zum See zurück. Am Abend noch eine Boule- Runde, Frauen gegen Männer.. anschließend noch ein Lagerfeuer in gemütlicher Runde…

Den vorletzen Tag nutzen wir noch einmal für eine Radl- Tour zum Nidda Stausee. Die 32 km radelten wir über Wald- Wiesen- und Feldwege aber auch öffentliche Verkehrstrassen. Am Nachmittag servierte der Club ein Kuchen Buffet, dieses fand einen guten Anklang… Den Abend verbrachten wir im CP Restaurant Seeblick und ließen uns von der Küche verwöhnen. Zum Abschluss am Montag bildeten wir nochmals eine Wander- und Radlgruppe. Beide Gruppen genossen nochmals, jeder auf seine Art und Weise die herrliche Natur am Gederner See….

So schnell vergehen 10 Tage “mit Freunden on Tour” in romantischer Natur. Hauptsächlich beschäftigt mit Wander- und Fahrrad Ausflügen. Bedingt durch die Corona Pandemie konnten wir keine Besichtigungen oder ähnliches durchführen. Es wurde immer darauf geachtet, dass ausreichend Abstand, sowie Mund- und Nasenschutz vorhanden war. Uns allen hat es aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht. Ich persönlich bedanke mich bei allen Teilnehmern für die wirklich schönen Stunden und Tage, vor allem aber beim Küchen- Personal mit allen Helfern…
Schon jetzt freuen sich alle auf die nächste Tour vom 22.08. bis 10.09.20 nach “Ammerland” an der Deutschen Nordsee….. immer nach dem Motto:

bleibt bis dahin alle Gesund, euer Ricci Ott

 

Reisebericht unserer Ausfahrt von 27.12.2019 bis 10.03.2020 “Rundreise ins Königreich Marokko”

Ein paar Kilometer von Deutschland entfernt liegt eine völlig fremde Welt. Märchenhaft und außergewöhnlich, quirlig und bunt. Eine Welt, in der Einheimische, Touristen, Schlangenbeschwörer und Märchenerzähler in den Souks aufeinander treffen, die schneebedeckten Gipfel des majestätischen Atlasgebirges herübergrüßen und die Kamele entspannt durch die Sahara traben. Mit paradiesischen Gärten und verwinkelten Gassen, wo hinter jeder Ecke ein neues Abenteuer auf einen zu warten scheint. Für uns, den Reisemobilfreunden- Europa ging ein langersehnter Reisewunsch in Erfüllung.
Am 27.12.19 starteten wir mit 8 Wohnmobilen in Breisach am Rhein diese Abenteuerliche Reise. Über Frankreich und Spanien erreichten wir nach knapp 3000 km und 7 Tagen, die Küstenstadt Algeciras in Süd- Spanien. Bis dahin nutzen wir fast ausnahmslos kostenlose Nationalstrassen und Autobahnen. Übernachtet haben wir auf  Stellplätzen, die auch nichts gekostet haben. In Algeciras besorgen wir uns die Tickets für die 17 km lange Überfahrt nach Tanger- Med, wo wir am 05.01.20 unseren Ausgangspunkt der Reise erreichten. Nach Erledigung der Grenz- und Zollformalitäten ging’s über die Autobahn am Atlantik entlang 220 km bis Kenitra. In der Stadt besuchten wir das Zentrum, natürlich auch den Souk mit seinen zahlreichen Marktständen und Geschäften. Auf dem Stellplatz wurde unser Experte Berndt aktiv und stellte auf den Dächern unserer Womos die LMP’S in die richtige Richtung, damit wir überall ich Marokko TV Empfang hatten.. und er machte für die meisten einen gute Jop..

Die Reise führte uns weiter immer der Küste des Atlantischen Ozeans entlang. Wir streiften die Städte Rabat und Casablanca, der nächste Stop erfolgte in der Provinzhauptstadt El- Jadida. Hier erlebten wir schon mal das wirkliche Marokko. Krasse Gegensätze zwischen Arm und Reich… Essel-karren und Luxus Autos im Wechsel. Auf dem CP International blieben wir 2 Tage. Das besondere Touristen- Magnet ist der Hafen und die sehr schöne  Strandpromenade sowie die Festungsmauern rund um die Stadt.

Am Donnerstag den 09.01. starteten wir die nächsten 250 km nach Essaouira. Diese Stadt besitzt eine vollständig erhaltene Medina und hat eine exponierte Lage auf einer kleinen Halbinsel. Mit dem malerischen Fischereihafen und dem ausgedehnten Sandstrand zählt dieser Ort zu den sehenswerten Städten und schönsten Badeorten Südmarokkos. Wir parken unsere Womos etwas außerhalb und wandern in Richtung Hafen. Kleinere und auch größere Fischerboote lagen rechts und links der Strasse, es herrschte reges Treiben. In der Luft lag ein unverwechselbarer Duft von Fisch, Gewürzen, Fleisch, Obst und Gemüse. An der Stadtmauer zurück zu den Fahrzeugen und weiter nach 20 km parkten wir für eine Nacht direkt am Atlantik.

Heute erreichen wir so gegen 16 Uhr eines der bedeutendsten Orte die Stadt Agadir. Auf dem prall gefüllten CP “Atlantica D’ Imourane” bekamen wir für unsere Gruppe aber noch für ein paar Tage einen Stellplatz. Unterwegs, fuhren wir teils über Land- und Bergstraßen, vorbei an den bekannten Arganbäumen, auch Ziegenbäume genannt. Aus den Argan- Nüssen wird das wertvolle  Argan Öl gewonnen. Verwendung findet man bei Kosmetik, ist aber auch als Bio- Speiseöl sehr gefragt. In Agadir besuchten wir die alte Medina auf dem Hügel nördlich der Stadt. 1960 rafte hier ein Erdbeben  15 000 Menschen in den Tod. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise in Süd- Westlicher Richtung fort und erreichten, den letzten Abschnitt über sehr staubige Schotterstraßen, mit Sidi Wassay einen eher kleinen Küstenort. An der Rezeption des CP konnten wir über kostenloses WLAN  unsere Email Post erledigen. Es gefiel uns hier sehr gut darum blieben wir auch 2 Tage..

Nach den nächsten 60 km strandeten wir in Tiznit.  Die 70 000 Einwohner Stadt ist eine der bedeutendsten Handelszentren des südlichen Sous. Aber auch die zahlreichen Souks und die Sahara- Rand Siedlungen verleihen der Stadt Ihren Charakter. Die Altstadt wird von einer 5 km langen. ockerfarbenen Lehmmauer mit sechs Toren und starker Befestigung umgeben. Eine Besonderheit ist hier der zahlreich angebotene und in Handarbeit hergestellte Silberschmuck, natürlich ein highlighte für unsere Damen..Eine kulinarische Besonderheit wollten wir hier einmal testen. die einheimische Suppe “Harira” Eine würzige Suppe mit Linsen, Bohnen, Erbsen und etwas Lamm- Fleisch. Es schmeckte allen sehr gut…

Die Süd- Westlichste Stadt unserer Reise ist Sidi Ifni.  Sie liegt 160 km südlich von Agadir. Hier befinden wir uns auch in Höhe der Kanarischen Inseln wie Lanzaroute, Fuertevetura und Teneriffa. Ein wunderschöne, ruhige und kleine Küstenstadt, umgeben von kahler Wüstengegend. Sie trägt auch den Beinamen ” Tor zur Sahara”. Von hier aus verlassen wir die Atlantikküste und fahren ins Landesinnere bis Tafraoute. Der kleine, bizarre Ort mit seinen 8 000 Einwohnern legt auf 1 000 mtr. Seehöhe und wird hauptsächlich von den sehr geschäftstüchtigen Chleuh- Berber Stämmen bewohnt. Die meisten Berber sind hier mit der Herstellung von den typisch marokkanischen Schuhen beschäftigt. In zahlreichen Läden gibt es in allen Preislagen diese Schuhe zu kaufen. Man sollte jedoch immer handeln, die Berber haben immer einen Spruch ” handeln ist schön, handeln macht Spaß”. Tafraoute liegt in einem Talkessel, ist ringsum von roten Felsmassiven eingeschlossen. Der große Stellplatz befindet sich hier in freier Natur. An diesem Ort ist es ein “Muss”  3-4 Tage zu bleiben. Wer Lust hat, kann hier auch sehr preiswert und fachmännisch sein Wohnmobil mit einer Solar Anlage ergänzen oder nachrüsten lassen. Auch kleinere Schönheits- Reparaturen werden schnell und sauber durchgeführt. Es lohnt sich aber auch in einem der vielen Restaurant einheimische Speisen zu verzehren, sind sehr preiswert und schmecken wirklich gut. Empfehlenswert sind auch die sogenannten “Kringel” (siehe Bild unten)..auf die könnte man süchtig werden.

Nachdem wir auch noch sehr preiswert unsere Gas- Vorräte ergänzt haben mussten wir leider diesen schönen Ort nach 4 Tagen verlassen. Wir rollten am Fuße des Hohen Atlas in Richtung Sahara- Wüste. Die bizarren roten Felsenmassive wechselten langsam in Sandhügel mit geringen Bewuchs. Unsere Strecke verlief vorbei an Dörfer, teils ohne Leben, dann wieder mit sehr regen Treiben. Nach 160 km erreichen wir die Oasenstadt Taroudannt. Liebevoll wird diese Stadt auch Klein- Marrakesch genannt. An der Stadtmauer, einer 6 mtr hohen Lehmwand konnten wir für 2 Tage unsere Autos abstellen. Gleich hinter der Mauer befindet sich die Medina, dort herrschte reges Treiben. Am Abend vermischten sich recht zahlreich Berber- Familien mit Ihren Kindern mit den Touristen auf den größeren Plätzen. Überall herrschte fröhliche Stimmung.. Mit bunten Pferdekutschen besuchten wir so manche Sehenswürdigkeit  wie z.B. eine Gerberei, die Filmkulisse von “Ali Baba und die 40 Räuber” und vieles mehr… Aber auch ein sehr schön angelegter Palmenpark lud uns zum Besuch ein.

Am Mittwoch den 22.01. folgten wir weiter der Ebene von Souss rund 120 km bis Taliouine, 1500 mtr über den Meeresspiegel. Die Stadt liegt in einem Gebiet von beeindruckender Schönheit, hier findet man die schönsten geologischen Falten Marokkos. Man findet hier auch einen besonderen Schatz, eines der teuersten Gewürze der Welt, Safran. Safran hat ein einzigartiges Aroma, dass aus den Lila Blüten mit weißen Stempel gewonnen und als “Wurzel der Erde” bezeichnet wird.

Am nächsten Tag erreichten wir nach 170 km die früheren französischen Garnisonstadt Agdz. Direkt an unserem Stellplatz  befand sich die alte Kasba, ein sehr interessantes Bauwerk aus Lehm und Stroh. Im inneren noch die Filmkulissen aus dem Film ” Aladdin 2″. Am Samstag den 25.01. feierte unser Karl seinen  Geburtstag. Die gesamte Reisegruppe gratulierte recht stimmungsvoll mit einem Lied. Anschließend rollten wir 100 km weiter bis Zagora. Eine sehr schöne, neu gebaute Strecke, rechts der Beginn der Sahara und links die Ausläufer des Hohen Atlas und dazwischen unzählige Palmen am Wegesrand. Wie eine Fatamorgana taucht plötzlich aus dem Nichts die 60 000 Einwohner Stadt Zagora auf.  Etwas ungewohnt und nie erwartet, eine moderne und auch sehr saubere Stadt, die inzwischen vom Tourismus sehr geprägt ist. Hier befindet sich der Einstieg zur Sahara Wüste. Überall findet man Touristische Organisationen für diese Wüsten- Trips. Wir besichtigen den königlichen Palast und eine sehr schöne Palmen- Oase. Am Abend feierte Karl mit uns allen seinen Geburtstag mit einer deftigen Brotzeit und speziellen Getränken natürlich durfte auch das RMF Lagerfeuer nicht fehlen. Tags darauf besuchten den Stadtkern, genossen in einem Beduinenzelt am CP unser Mittagessen, eine Tajine, das ist ein in Olivenöl geschmortes Eintopfgericht mit Fisch, Hammel- oder Rindfleisch, dazu verschiedene Gemüsebeilagen. Hier hatten wir auch die Gelegenheit, unsere Fahrzeuge vom Wüstensand zu reinigen, es war wirklich erforderlich… Am nächsten Tag hatten wir ein Folklore- Programm gebucht. Serviert wurde uns ein im Lehm-Ofen gebratenes  Lamm mit allerlei Beilagen. Eine einheimische Musikgruppe verwöhnte uns mit marokkanischer Musik und Gesang.

Dienstag den 28.01. Weiter ging es in Richtung Wüste. In Alnif parkten wir unsere Wohnmobile an einer schönen Hotel- Anlage für eine Nacht. Tagsüber suchten wir das steinige Gelände nach schönen Fossilien ab und fanden auch so manch schönes Stück… 

 

 

Am nächsten Tag erreichten wir den südlichsten Teil unserer Reise, die Wüstenstadt Merzouga. Hier erheben sich riesige Dünen zu hohen Bergen, an hier beginnt die schier endlos wirkende Wüste. Den schönsten Blick hat man natürlich sehr früh am Morgen oder auch am Abend beim Sonnenuntergang.  Unseren Stellplatz für 3 Tage fanden wir an einer großen Hotelanlage am Fuße einer großen Sanddüne. Eine Wanderung in den Ort, beim Bäcker ein frisches Brot und etwas sprudeliges Mineralwasser besorgen. Sehr interessant die große Palmen- Oase mit dem speziellen Bewässerung- Anlagen. Mit 3 Jeep’s  fuhren wir in die Wüste zu den Nomaden. In deren Behausung wurden wir gut versorgt, bevor es mit den bereitgestellten Kamelen durch die Dünen heimwärts ging. 

Weiter fuhren wir entlang von riesigen Dattelpalmen- Anlagen und erreichten die Region des Tafilalet. Sehr beeindrucken ist das große Dünengebiet  im Erg Chebbi, nur noch knapp 100 km von der Grenze nach Algerien entfernt. Unseren Stellplatz fanden wir inmitten eines Palmenhain, an einer eingefassten, natürlichen Quelle, der ” Source Bleue de Meski” . Aus dieser Quelle sprudelte kristallklares Wasser, hier finden im Sommer die Einheimischen ihren Badespaß. In diesem Camp ist auch unser Freund “Hasan” zu Hause.  Er führte uns in die nahe liegende alte Kasba, erzählte uns über alles wissenswerte dieser Region und jammert, dass schon 3 Jahre kein Tropfen Regen mehr gefallen ist. Am nächsten Tag hat er uns alle in sein Haus zum Essen eingeladen.

Immer am Atlas- Gebirge entlang erreichten wir die Todrhaschlucht, ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt dieser Tour. Die Hohen und steilen, rötlichen Felswände, eine schroff zerklüftete Urlandschaft. Am Eingang in diese Schlucht fanden wir in Tinerhir einen schönen Übernachtungsplatz. 

An der Straße der “Kasbas” entlang, erreichten wir schließlich die moderne Touristenstadt Ouarzazate. Von dieser 150 000 Einwohner Stadt aus werden die meisten touristischen Ausflüge ins Landesinnere organisiert. Etwas außerhalb befinden sich die bekannten “Atlas Film Studios” wo solche Filme wie die “Päpstin” oder der “Medicus” gedreht wurden. Unser Tross fuhr aber noch einige km weiter bis zur Kasba- Stadt “Ait Ben Haddou”. Diese arabische Stadt ist eine reine Festungsanlage und wurde 1987 ins Weltkulturerbe der UNESCO eingetragen. Daneben auf einem Hügel befinden sich gleich 6 Kasbas zu einer riesigen, aufragenden Wohnburg verschmolzen. Als Baumaterial wurde hier hauptsächlich Stampflehm und Lehmziegel, die äußerst witterungsanfällig sind, verwendet. Hier befand sich auch eine Film- Arena, es wurden hier die bekannten Gladiatoren Filme gedreht. 

Eine schöne aber auch sehr staubige und kurvenreiche Straße führte uns Richtung Marrakesch. Über das Atlasgebirge befanden sich zahlreiche Baustellen und über 2000 mtr Höhe lang sogar noch Schnee. Das super Panorama auf dieser Strecke entschädigte jedoch die holperige Straßenführung…ständige Wegbegleiter waren auch die häufig wechselnden Gesteinsfarben, von schwarz, braun,gelb bis hin zum hell- oder dunkelrot. Ab und an standen Kinder am Straßenrand und wollten ihre selbst bemahlten Steine oder Fossilien verkaufen. Da ja unsere Reise nur noch eine Woche dauern sollte, versorgten wir diese Kinder mit dem Rest unserer Süßigkeiten. Für unsere Fahrzeuge fanden wir eine schöne Stellmöglichkeit direkt im Zentrum an der großen Koutoubia- Moschee mit hohem Minarett. Hier im Zentrum “steppt natürlich der Bär”.. viele tausend Touristen, Einheimische und Gaukler verbringen den Abend auf dem “Gauklerplatz” . Marrakesch wird ja auch das “Paris der Sahara” genannt. Dieses Zentrum ist die Unterhaltungsbühne mit Feuerschlucker, Affendresseuren, Schlangenbeschwörer, Akrobaten, Märchenerzähler, Tänzer, Musikanten und vieles mehr. Mit Einfall der Dämmerung wird der Platz zur gigantischen Volksküche. Die vielen Souks befinden sich sehr verwinkelt und man muss schon richtig aufpassen, um nicht die Orientierung zu verlieren. Am nächsten morgen besuchen wir den ehemaligen Königspalast “EL Bahia” und machten noch eine Rundfahrt in dieser wohl einmaligen Wüstenstadt. Nach 2 Tagen war es aber genug, was wir erlebt und gesehen hatten und wollten wieder in die ländliche Gegenden ..

Nach 160 km erreichten wir auf gut ausgebauten Bergstraßen die höchsten, schönsten und wasserreichsten Wasserfälle, die Cascades d’ Ouzoud- Fälle. Hier gibt es zwei Möglichkeiten die Womos abzustellen. Wir haben uns für den oberen  CP Zebra entschieden und das war gut so. Empfehlenswert ist ein Ausflug zu Fuß über die zahlreichen Stufen, hinunter zum 100 mtr. herabstürzenden Fluss. Eine herrlich Urlandschaft mit dichter Vegetation. Unten ein kleiner See, wo man für ein paar DIR ans andere Ufer gebracht wird. Die vielen Stufen wieder hoch, vorbei an zahlreichen Händlern die ihre Ware feil bieten. Oben links ein Terrassen- Restaurant wo man sehr schön sitzen und auch preiswert essen kann. Die Tajine mit Rindfleisch war ein Leckerbissen..

Mittwoch 12.02. Heute ein etwas längerer Trip. Etwas Abseits der Hauptroute über eine herrliche Bergstraße mit schönem Panorama erreichen wir die in einem Talkessel gelegene Berberstadt Azrou. Eine Besonderheit sind die grünen Dachziegel der Häuser sowie die CP-Einfahrt durch einen Mosaik- Torbogen einer ehemaligen Hotelanlage. Hinter den Souks liegt am Berghang das alte Berberdorf  mit einer Kasba aus dem Jahre 1684. Noch 63 km von Fes, einer der ältesten und wichtigsten Königsstädte Marokkos, erreichen wir Ifrane. Dieser mondäne Wintersportort ist der meistbesucht und teuerste Erholungsort des Mittleren Atlas und liegt auf 1650 mtr. Höhe im Herzen eines bewaldeten Bergmassivs. Dem Baustil der Ferienhäuser entsprechend, glaubt man bei uns zu Hause im Allgäu zu sein. 18 km südlich befindet sich auf 2200 mtr. Höhe das Wintersportzentrum mit zwei Skiliften, Eislaufbahn und Sprungschanze. .. In Fes angekommen fanden wir den CP direkt am Fußball- Stadion, ein etwas uriger Platz aber für 1- 2 Nächte schon in Ordnung. Ein kleiner Reisebus brachte uns ins Zentrum. Begleitet von einem Reiseführer durchstreiften wir die zahlreichen Gassen der Souks und machten auch dem Königspalast unsere Aufwartung.  Am nächsten Morgen, dem Valentins- Tag überraschte unser Vorstand Verwaltung Karl unsere Damen mit einem kleinen Präsent. 

Am Samstag den 15.02. stand auf unserem Reiseplan die “blaue Stadt Chefchaouen”.  Unterwegs aber noch eine Übernachtung an der Hotelanlage “RIF” in Ouazzane. Dieser Platz bot eine Besonderheit, wir durften unsere Womos direkt am Rand des Pools abstellen und konnten somit schon ab der Wohnmobil- Türe ins Wasser springen. Im Restaurant des Hotels bekamen wir heimische Spezialitäten serviert und eine Präsentation von Berber Souvenirs in Form von Teppichen, Decken und Tischläufer usw. alles aber wirklich sehr preiswert und schön..

Die Strecke bis Chefchaouen führte über Berg und kleine Täler, im Tal dichter Nebel und oben auf den Höhen strahlend blauer Himmel. Noch über eine Bergkuppe mit einer scharfen Linkskurve….und sie lag vor uns…die blaue Stadt. Ein Anblick, den ich wahrscheinlich nie mehr vergessen werde… noch durch die engen Gassen und rauf auf eine Hochebene, der Stellplatz Azilan war gefunden.  Da fährst du rund 3500 km quer durch Marokko, siehst die Wüste, badest im Atlantik, überquerst das Atlas- Gebirge. Die Straßen schlängeln sich durch das grüne Band der Täler, die Städte leuchten in leichten Rose und Ocker Tönen und auf einmal stehst du in Chefchaouen und fragst dich…warum ist hier alles nur blau? Dieses blau hat mich natürlich sofort fasziniert, aber es war nicht nur das “Blau” was mir von dieser Stadt so gefallen hat. Wir haben auf dieser Reise viele Städte wie z.B. Agadir, Marrakech, Rabat und auch zahlreiche Wüstenorte besucht,   aber Chefchaouen gehört neben der Wüste und dem Hohen Atlas zu den entspanntes- den Flecken, auf die ich in Marokko  gestoßen bin.

Am Dienstag 18.02. nochmals rüber zum Atlantik. Teils über sehr einfache, schmale und löcherige Sandstraßen, machten wir einen Abstecher nach Moulay Bousselham. einen kleinen Badeort entlang der Küste nach Tanger…
Bevor wir aber zur Fähre nach Tanger- Med fuhren und damit unsere mehrwöchige, abenteuerliche Reise beendeten, besuchten wir noch den romantischen Fischerort Asilah. Diese 35 000 Einwohner Stadt verfügt eine sehr gut erhaltene Medina sowie einen ausgedehnten Sandstrand. In sehr schönen, kleinen Gassen gibt es zahlreiche Kneipen, Lokale und Läden zum shoppen. Hier findet auch das mittlerweile landesweit bekannt und berühmte Sommerkulturfestival statt. Es wohnen und leben hier auch viele Künster und jene, die es einmal werden möchten.

Am Freitag den 21.02.20 beendeten wir unsere Reise und rollten alle mit gemischten Gefühlen Richtung Fährhafen nach Tanger- Med. Unterwegs noch einmal billig Tanken und die letzen Dirham für ein paar Souvenirs  verbraten… Mit einer Wartezeit von 2 Stunden konnten wir Marokko auf der Fähre Richtung Spanien verlassen.

Ja, meine lieben Mitglieder und Freunde  der Reisemobilfreunde-Europa, es ist eigentlich gar nicht möglich all die Eindrücke und das Erlebte dieser Reise in einem Bericht zusammen zu fassen. Ich habe versucht, wenigstens einen kleinen Eindruck über das Land von “1001 Nacht” dem Königreich Marokko zu vermitteln. An dieser Stelle gilt mein Dank an die erfahrenen Marokko Fahrer Willi und Hilde sowie Berndt und Brigitte, die uns als Reiseführer durch dieses sehr schöne Land Marokko gelotst haben. Es war eine Traum- Reise die wir alle nicht vergessen werden. Erst jetzt kann ich verstehen und begreifen, warum man 10 mal und mehr immer den Winter in Marokko verbringen will. Für die meisten von uns steht auf alle Fälle fest, dass dieses nicht der letzte Besuch in diesem Land war. Marokko gehört, dank seiner grandiosen, vielseitigen Landschaften, seiner reichen Kunst und Kulturschätze sowie durch seine von berberisch- arabischer Herkunft geprägter Menschen zu den faszinierendsten Ländern der Welt….

Derzeit müssen wir unsere Wohnmobile noch zu Hause stehen lassen und hoffen das wir diese Pandemie alle gut überstehen werden…und wir bald wieder nach dem Motto “mit Freunden on Tour” unterwegs sein dürfen. Voraussichtlich werden wir uns ja hoffentlich im Juni im “Bergwinkel” und Ende August mit der Ausfahrt “Entlang der Ruhr”  wiedersehen.
bleibt bitte bis dahin alle gesund
euer Ricci Ott