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Reisebericht von unserer Sommer- Ausfahrt in die Lausitz und der Sächsischen Schweiz…
vom 09.07. bis 25.07.2021

Endlich war es wieder soweit… nachdem mehrere Ausfahrten in diesem Frühjahr der Corona- Pandemie zum Opfer fielen,
waren wir alle sehr glücklich unser Hobby, dass Reisen mit dem Wohnmobil wieder durchführen zu können.
Bei einer Anzahl von 34 Personen und 18 Wohnmobilen war ich als Organisator schon sehr froh, dass alle Mitreisenden den entsprechenden Impfschutz nachweisen konnten. Unter den Teilnehmern befanden sich auch 2 Gäste-
Einheiten die mal eine Ausfahrt bei den “Reisemobilfreunden-Europa” miterleben wollten.
Unser Treffpunkt für den ersten Teil unserer Reise war der schöne Natur- Campingplatz Großteich in Deutschbaselitz…
Ein CP mitten in der waldreichen Natur an einem schönen See gelegen.
Das Gebiet “Lausitz” selbst ist von beeindruckender Natur, ideal zum Wandern und Fahrradfahren, um all die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erleben.  
Am Freitag den 09.07.21 trafen so nach und nach alle 18 Wohnmobile auf unserem reservieren  Campingplatz ein.
Um 18 Uhr trafen sich alle  in der Strandklause, dort fand die offizielle Begrüßung mit einem Essen statt. 
Das Wetter spielte mit und so machten wir gleich am nächsten Tag eine Wanderung um den ganzen See, spielten am Nachmittag eine Runde Boule und am Abend eine lustige Runde am Lagerfeuer…
Der Sonntag 11.07.21 hatte es in sich… 10 Uhr RMF- Jahreshauptversammlung, 12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen,
15.30 Uhr Radltour nach Kamenz und Umgebung und am Abend König Fußball  ( Italien gegen  England)

 

Heute Montag ging es aber richtig los.. wir machten gemeinsam eine Radltour nach Bautzen, hin- und zurück eine 60km lange Tour in schöner ländlicher und romantischer Gegend. Am Abend genossen wir ein paar Gläser Wein am  Lagerfeuer.. Der Dienstag war als Ruhetag vorgesehen, jedoch wurden einige beim Boule- Spiel aktiv. Am Abend wurden unsere neuen Mitglieder Mary und Hans offiziell in den Club aufgenommen, was natürlich gefeiert wurde

Heute Mittwoch 14.07. sehr schönes Wetter Anlass genug um uns wieder auf unsere Bikes zu schmeißen… Ich habe mir die Tour zum Kloster Sankt Marienstern ausgesucht. Die ländliche  Strecke führte 12km lang über Wiesen, Wälder vorbei an Äckern und großen Getreidefeldern. Von weitem konnten wir schon die Türme der Zisterzienserinnen-Abtei wahrnehmen. Inmitten der Oberlausitz liegt in herrlicher Park- und Hügellandschaft das Kloster St. Marienstern. Die Anlage selbst stammt aus dem Jahre 1248 und wurde zwischen 1966 und 1998 umfassend saniert und restauriert. Ein wunderbaren Rückzugsort mit viel Geschichte und Atmosphäre, in diesen historischen Gemäuern. Wir durften die klösterliche Schatzkammer mit all ihren wertvollen Schätzen besichtigen. Eine Mitarbeiterin des Klosters berichtete über das Klosterleben von damals und heute. So ganz nebenbei berichtete diese nette Dame auch über das Leben und der Sprache der sogenannten “Sorben” die hier in der Oberlausitz zu Hause sind. Das ist ein kleines Westslawisches Volk mit ca. 60 000 Einwohnern. Die Geschichte der Sorben reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück und haben neben Deutsch auch eine eigene Sprache.
  Ein besonderes Erlebnis war der große Klostergarten mit dem sehr schön angelegten Kräutergarten. Hier lernt und sieht man viel über die klösterliche Kräutergeschichte und kann die Seele baumeln lassen. Zum Abschluss noch ein Stück Kuchen im Kloster- Kaffee. Anschließend fuhren wir wieder auf unseren CP zurück. Am Abend bereitete uns die Clubküche ein leckeres Mahl zurecht.. kleine Vorspeise, deftige Kartoffelsuppe und als Abschluss etwas Eis mit Sahne.. alles schmeckte sehr gut.. 
Am Donnerstag pflegten wir unsere Wohnmobile, gingen etwas spazieren und spielten Boule.. Am Abend war die nächste Club Neuaufnahme angesagt, Hanne und Bernd mit Hund Pauli wurden offiziell in den Kreis der RMF- Familie  aufgenommen 

Der letzte Radlausflug sollte in die Oberlausitz  bis nach Königsbrück gehen und liegt ca. 25 km nördlich der Landeshauptstadt Dresden. Überwiegend findet man hier bewaldetes Heideland. Eine besondere Attraktion ist in diesem Naturschutzgebiet der 34mtr. hohe “Haselbergturm” 
Von hier oben hat man eine tolle Aussicht über die gesamte “Königsbrücker Heide” einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Gleich da neben liegt der Friedhof der ehemaligen Kriegsgefangenen. Zurück fuhren wir über den kleinen Ort Koitsch, dort eine Einkehr im Biergarten, gegen 17 Uhr hatten wir die insgesamt ca.60 km geschafft. Den Abend verbrachten wir indem wir alle gemeinsam eine lustige Bingo- Runde spielten.
Den Samstag nutzen wir noch zum Einkaufen, denn am Sonntag den 18.07.21 wollten wir ja diesen Ort verlassen.

Bereits um 10 Uhr haben wir diesen Ort gemeinsam verlassen, um unseren nächsten Platz in der Sächsischen Schweiz anzusteuern. Unterwegs wollte ich aber noch ein besonderes Bauwerk zur Besichtigung anbieten. So fuhren wir in 2 Gruppen je 9 Mobile 60 km nördlich bis nach Lichterfeld. Hier steht ein Gigant aus 11.000 Tonnen Stahl und Eisen. Die F60 Abraumbrücke muss man einfach gesehen haben. Früher hat sich diese riesige Arbeitsmaschine durch die Landschaft von Lichterfelde geschoben und mit Hilfe zweier Eimerkettenbagger Meter für Meter vom Lausitzer Gold, der Braunkohle, freigelegt. Mit seiner Länge von 502 mtr und Breite von 204 mtr. wird diese Maschine auch der liegende Eiffelturm genannt. Nach einer Besichtigung von knapp einer Stunde fuhren wir weiter ca. 120 km zur Bastei in der Sächsischen Schweiz.

Um 16 Uhr erreichten wir unsere “Bleibe” für die nächsten 7 Tage. Die Pächter des Reisemobilpark’s Bastei erwarteten uns bereits und wiesen uns sehr freundlich  in die für uns  reservierten Plätze ein. Schnell wurde die Clubküche aufgebaut und das Küchen-Team um Ute und Gerd konnte beginnen, dass Abendessen, für uns alle zuzubereiten. Es schmeckte wie immer sehr, sehr gut.. man kann die Kochkünste der beiden nicht oft genug hervorheben…
Aber was erwartete uns eigentlich in der Sächsischen Schweiz….
Sächsische Schweiz- Heimat von Abenteuer und Freiheit… 
Im Elbsandsteingebirge gibt es viel zu sehen und noch mehr zu erleben. Bizarre Felsformationen, die Romantik des abwechslungsreichen Elbufers. abenteuerliche Wanderwege und unglaublich schöne Natur. Es ist einfach die  richtige Gegend für Urlaub, Entspannung und Abenteuer….

 Sofort am Montag machten wir uns auf den Weg, eine Wanderung zur Bastei und wir alle waren von den schroffen Sandsteinfelsen und majestätischen Steinen die sich aus den Flusswindungen des Elbtales  erheben sehr angetan. Geformt durch Urkräfte entstanden hier enge, romantische Täler, steil- aufragende Felswände und stolze Tafelberge. Gut ausgeschildert kann man das auf und ab mit ca. 700 Stufen und Treppen  bewandern. Die Bastei selbst mit Ihren zahlreichen Brücken, den Malerweg im Tal oder die eindrucksvollen Schwedenlöcher… allesamt ein wirkliches Erlebnis… Am Malerweg selbst kommt man an einer Fischzucht vorbei, in deren Hütte hier kann man sehr gute Fisch- Spezialitäten essen. Schon etwas müde aber glücklich kehrten wir wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Heute Dienstag der 20.07. kamen unsere Fahrräder wieder zum Einsatz. Ich habe mir eine Tour von ca. 50 km zurecht gelegt. Über Rathewalde und dem Luftkurort Rathen erreichten wir den Elbe- Radweg nach Bad Schandau, zurück über Königstein nach Wehlen. Dort überquerten wir die Elbe mit der Fähre. In Wehlen eine Kaffee- Pause und weiter über den sehr schönen, leicht ansteigenden Wander- und Radweg Uttenwalder Grund zum Stellplatz. Heute Abend wieder eine Club- Neuaufnahme, Elke und Gerd waren an der Reihe…

Eigentlich wollten wir heute Mittwoch die schöne Stadt Dresden auf dem Elbe- Radweg entlang besuchen, wir schafften es aber nur links- seitig bis Laubegast. Erstmal besuchten wir die sehr schöne Stadt Pirna mit dem weltbekannten Marktplatz, wunderschönen kleinen Läden, Cafes und Restaurants. Die reizvoll historische Altstadt mit ihren prachtvollen Bürgerhäusern zeugt von einer einst florierenden Handelsstadt. Hier verbrachten wir schon einige Zeit, es gab viel zu sehen. In Pillnitz überquerten wir mit der Fähre die Elbe und steuerten über den Landweg, rauf und runter wieder unseren Heimathafen an. Eine insgesamt schöne aber auch für so manchen anstrengende Tour.  Die meisten waren Abends etwas früher als sonst  in ihren Womos verschwunden.
Am Donnerstag erholten sich alle von der doch anstrengenden Vortags- Tour spielten aber am Nachmittag schon wieder eine Runde Boule…
Und am Abend wurde unsere Marta aktiv und bereitete wie fast auf jeder Ausfahrt, eine würzige original ungarische Gulaschsuppe zu.
Der große Topf wurde restlos leer gegessen…

Zum guten Abschluss am Freitag  noch eine kleinere Radltour von 40 km in ländlicher Gegend. Wir besichtigten die schöne Burg “Hohnstein” ganz nebenbei befand sich unterwegs noch eine Straußenfarm..über Lohmen zurück zum Stellplatz..
Am Abend zelebrierten wir erneut einen Mitgliederzuwachs. Die Gäste Angelika und Martin aus Schopfheim wurden Club- Mitglieder. Das musste natürlich auch entsprechend mit einem guten Essen gefeiert werden…

Als verantwortlicher für die Planung und Durchführung dieser Sommer- Tour konnte ich anschließend  eine sehr positive Bilanz ziehen. Alle waren wieder begeistert über diese schönen Tage in herrlicher Natur, bei schönem Wetter und bei guter Stimmung. Natürlich geht mein Dank an alle Teilnehmer, die alle an einem Strang gezogen haben und für die gute Stimmung in der Gruppe gesorgt und beigetragen haben. Treu nach unserem Motto….

Ricci Ott

Wir alle mussten am Ende unserer zwei wunderschönen Wochen anerkennen, dass es uns allen sehr gut geht, es aber einen großen Freundeskreis unter den Campern gibt, für die die letzten Tage eine Katastrophe waren. Durch die Unwetter in großen Teilen unserer Republik haben viele, viel Leid und Not erfahren müssen. Wir, die Reisemobilfreunde- Europa haben nach dieser Tour einstimmig beschlossen, an der ARD Spendenaktion mit einem Betrag von 555,00 € teilzunehmen.

nächster Bericht kommt von unserer Ausfahrt “Spätsommer- Tour entlang der Ruhr und durch das Ruhrgebiet” vom 05.09. bis 19.09.2021